Schwabmünchner Grüne übergeben Unterschriften zur Zugsituation

Geschäftsführer Fritz Czeschka nahm die circa 550 Unterschriften persönlich in Empfang und ging in einer Diskussion ausführlich auf die Wünsche und Anregungen ein. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) bestellt bei der DB Regio die Nahverkehrszüge in Bayern und ist daher für den Fahrplan zuständig. Die DB Regio hingegen verantwortet die Kapazitäten in den Zügen. "Durch das sehr freundliche Gespräch habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Beteiligten der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) sehr wohl um die Probleme der Schwabmünchner Pendler wissen und nach Lösungen suchen", so Agnes Zimmermann, Ortssprecherin der Grünen.

"Insbesondere zu kurze Züge zu Stoßzeiten sind eine Kinderkrankheit der Fahrplanumstellung, die schnellstens bereinigt werden sollte", so Dietmar Braunmiller, Beisitzer aus Schwabegg. "Ich verstehe, dass zusätzliche Halts von Eilzügen in Schwabmünchen Schwierigkeiten bereiten, da dann wieder Anschlusszüge nicht erreicht werden, trotzdem brauchen wir Verbesserungen gerade zu den Stoßzeiten", so Agnes Zimmermann weiter. So sehen zum Beispiel die Schülerinnen und Schüler vom Beruflichen Schulzentrum in Neusäß nun regelmäßig um 16:33 Uhr nur noch die Rücklichter ihres Anschlusszuges nach Schwabmünchen, da der Zubringer aus Neusäß erst um 16:33 Uhr in Augsburg einfährt und dürfen daher 30 Minuten auf den nächsten Zug warten. "Diesen Fall werde ich genau prüfen. Vielleicht können wir hier zwei Minuten für die Schülerinnen und Schüler herausholen", versprach Fritz Czeschka (BEG).

S-Bahntakt das Ziel

"Langfrisitg braucht eine Großregion wie Augsburg aber einen verlässlichen, bezahlbaren S-Bahntakt", so Alexander Kolb, Kreisrat. "Nur so bekommen wir die Bürgerinnen und Bürger weg vom Auto hin auf die Schiene", so Kolb weiter. Aus Sicht von Bündnis 90/Die Grünen hat der neue Fahrplan hier aber eher Gegenteiliges bewirkt. "Fast pünktlich zur 5-%-igen Preissteigerung der Ticketpreise im Januar gab es eine 15-%-ige Ausdünnung der Angebote und eine noch stärkere Ausdünnung der Kapazitäten", so Dietmar Braunmiller. "Wer will schon 30, 40 Minuten am Bahnsteig auf überfüllte Züge warten?", frägt Agnes Zimmermann.

In Bezug auf die Kapazitäten müsste die DB Regio eigentlich ein vitales Interesse haben, diese auszuweiten, denn die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) sowie die DB Regio haben Nettoverträge geschlossen. Das bedeutet, dass die Einnahmen jedes zusätzlichen Fahrgasts voll und ganz bei der DB Regio bleiben würden. Leider sind aber derzeit alleine in Bayern 160 Züge als Ersatzverkehre gebunden und daher fehlen der Bahn überall Kapazitäten.