GRÜNE verteidigen vier Mandate im Stadtrat – Enttäuschung über Ausgang der Bürgermeisterwahl

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Schwabmünchen zeigen sich mit dem Ergebnis der Kommunalwahl vom 8. März 2026 zufrieden, sehen jedoch in der Bürgermeisterwahl eine vertane Chance und kritisieren die weiterhin niedrige Frauenquote im neuen Stadtrat. Während die Partei ihre vier Mandate halten konnte, verpasste der gemeinsame Kandidat von Grünen und SPD, Konstantin Wamser, mit 26 Prozent der Stimmen den Einzug in die Stichwahl.

Im künftigen Stadtrat werden weiterhin Hans Pfänder, Heike Uhrig, Margit Stapf und Reinhold Weiher für die Grünen vertreten sein. Reinhold Weiher war in der vergangenen Legislaturperiode von den Freien Wählern zu den Grünen gewechselt, sodass die Fraktion zuletzt sogar fünf Mitglieder zählte. Agnes Zimmermann wird dem neuen Stadtrat hingegen nicht mehr angehören.

„Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden. In einer Hochzeit der Grünen im Jahr 2020 konnten wir unsere Sitze von zwei auf vier verdoppeln – und jetzt haben wir sie gehalten. Darauf sind wir stolz“, erklärt die Spitzenkandidatin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Heike Uhrig, und ergänzt: „Das zeigt, dass viele Bürgerinnen und Bürger weiterhin Vertrauen in unsere Arbeit für Schwabmünchen haben. Wir werden auch in der kommenden Legislaturperiode eine aktive Rolle im Stadtrat übernehmen und bleiben eine starke Stimme im Rat für eine offene, demokratische und zukunftsorientierte Politik in Schwabmünchen.“

Kritisch sehen die Grünen jedoch die weiterhin sehr niedrige Frauenquote im neuen Stadtrat. Nur sechs der 24 Mitglieder sind Frauen – also 25 Prozent. „Die Frauenquote im Rat ist noch immer erschreckend niedrig“, betont Uhrig. „Dabei machen Frauen mindestens die Hälfte der Gesellschaft aus.“ Die Zahl der Stadträtinnen bleibt damit unverändert gegenüber der vergangenen Amtsperiode.

Enttäuscht zeigen sich die Ortssprecherinnen Juliane Vinzelberg und Theresa Probst über den Ausgang der Bürgermeisterwahl. Der von Grünen und SPD nominierte Kandidat Konstantin Wamser erreichte 26 Prozent der Stimmen und verpasste damit den Einzug in die Stichwahl. In die zweite Runde gehen Stephan Dölle (CSU) und Benjamin Schorer (Freie Wähler). „Wir hätten uns für unseren gemeinsamen Kandidaten ein stärkeres Ergebnis gewünscht“, sagt Probst.

„Wir Grünen sehen in der verlorenen Bürgermeisterwahl auch eine vertane Chance für Schwabmünchen“, erklärt Vinzelberg. „Konstantin Wamser war der Kandidat mit Weitsicht, Kompetenz, guten Ideen und einer klaren Vision für unsere Stadt. Wir danken ihm sehr für seinen großen Einsatz in den vergangenen Monaten und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Mit viel Engagement, Zeit und persönlicher Leidenschaft hat er sich für Schwabmünchen stark gemacht. Dass er bereit war, Verantwortung als Rathauschef zu übernehmen und unsere Stadt proaktiv zu gestalten, verdient großen Respekt.“

Für die Stichwahl am 22. März 2026 geben die Grünen keine Wahlempfehlung ab, rufen jedoch alle Wahlberechtigten zur Teilnahme auf. „Es ist wichtig, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme abgeben“, so Probst „Der neue Bürgermeister soll mit einer breiten demokratischen Legitimation ins Amt gehen.“