Antrag

Prüfung und Umsetzung einer kommunalen Entwicklungs- und Klimapartnerschaft mit einer Kommune in Kenia

Die Grüne Fraktion Schwabmünchen beantragt, dass die Stadt Schwabmünchen den Aufbau einer kommunalen Entwicklungs- und Klimapartnerschaft mit einer Kommune in Kenia prüft und umsetzt.

Begründung:

  1. Globale Verantwortung und Nachhaltigkeit
    Entwicklungspolitik bedeutet, in globaler Verantwortung zu handeln und die knappen Ressourcen unseres Planeten sozial, ökonomisch und ökologisch nachhaltig zu bewirtschaften. Kommunen spielen eine Schlüsselrolle in der globalen Nachhaltigkeitspolitik, orientiert an der Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen.
  2. Rolle und Chancen der Kommunen
    Kommunale Entwicklungspolitik umfasst Maßnahmen im Inland, wie Bildungsarbeit für nachhaltige Entwicklung, Projekte zum fairen Handel und eine Strategieentwicklung zur Umsetzung der Agenda 2030 auf lokaler Ebene. Die gleichberechtigte Zusammenarbeit mit Partnerkommunen im Ausland führt zu einem wechselseitigen Austausch von Erfahrungen und Wissen, schafft neue Perspektiven und verbessert Lebensbedingungen sowohl in Deutschland als auch im Globalen Süden.
    Die erfolgreiche Partnerschaft der Stadt Gersthofen zeigt das Potenzial solcher Kooperationen.
  3. Finanzielle Unterstützung und wirtschaftliche Chancen
    Die finanzielle Förderung durch Programme wie die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) würde die Belastung des kommunalen Haushalts minimieren. Langfristig können sich aus der Partnerschaft wirtschaftliche Chancen entwickeln. Man denke hier beispielsweise an Fachkräfte-Gewinnung.
    Die Stadt Gersthofen hat hier schon sehr viele Erfahrungen gemacht und kann auch entsprechende Erfolge vorweisen.
  4. Bisherige Erfolge in Schwabmünchen
    Schwabmünchen hat sich bereits auf diesen Weg gemacht und ist seit einigen Jahren als Fair-Trade-Stadt ausgezeichnet. Die Steuerungsgruppe Fairtrade beschäftigt sich bereits intensiv mit fairer Beschaffung. Eine Klimapartnerschaft heißt für Schwabmünchen, diesen Weg konsequent weiterzugehen.

Vorgehen:

    1. Unsere Fraktion schlägt daher vor, den Bürgermeister von Gersthofen, Herrn Michael Wörle in die Sitzung des Stadtrates einzuladen, um das Gersthofener Projekt „kommunale Klimapatenschaften“ vorzustellen, über seine Erfahrungen und die Chancen eines solchen Projektes zu informieren.
    2. Bürgermeister Lorenz Müller und Bürgermeisterin Margit Stapf berichten dem Stadtrat von ihrem Besuch in Kenia und stellen eine mögliche Partnerregion/ -stadt vor.
    3. Die Stadt Schwabmünchen nimmt Kontakt zur Servicestelle „Kommunen in der einen Welt“ (SKEW) auf und holt alle benötigten Informationen über das Programm „Kommunale Klimapartnerschaften“ ein, insbesondere Fördermöglichkeiten. Es gibt verschiedene Fördermöglichkeiten, so dass die Belastung des kommunalen Haushaltes auf ein Minimum beschränkt bleibt.
    4. Es sollen erste Schritte zur Etablierung einer Partnerschaft eingeleitet werden, beginnend mit einem wechselseitigen Austausch und der Entwicklung gemeinsamer Projekte im Bereich Klimaschutz und nachhaltiger Entwicklung.